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Selbst Denken

welzercover

Rezension: Harald Welzer; Selbst Denken

Gastbeitrag von Heinz W. Droste

Nachdem ich vor kurzem Daniel Kahnemans internationalen Bestseller Thinking, Fast and Slow“ gelesen und rezensiert hatte, griff ich als nächstes zu Harald Welzers „Selbst Denken“, das mir ein Bekannter aus der Öko-Szene empfohlen hatte.

Mein Gedanke war, dass ich durch Kahneman so tief im Thema „Denken“ eingearbeitet bin, dass ich von einem weiteren Buch zum Thema meinen Horizont um ein weiteres Stück erweitern könnte.

Ernsthafte Zweifel an der Begründetheit dieser Hoffnung kamen mir bei der Lektüre des Hardcovers spätestens auf Seite 223, wo Autor Harald Welzer zum ersten und einzigen Mal in seinem Werk so etwas wie eine formal strukturierte Theorie formuliert – das „Welzer’sche Doofen-Theorem“. Das geht ungefähr so:

Jede gesellschaftliche Untergruppe ist, was die Denk-Möglichkeiten ihrer Mitglieder angeht, folgendermaßen strukturiert:

20 % sind nicht-doof („intelligent“)
40 % sind halb-doof („durchschnittlich“)
40 % sind ganz-doof

Welzer: „Unter Professoren gibt es genauso viele dumme Menschen wie unter Polizisten, Putzfrauen oder Polsterern, und umgekehrt.“ – Neckisch diese Alliteration auf „P“ – da weiß jeder sofort, dass Welzer diese Textpassage effektvoll bei öffentlichen Lesungen einzusetzen plant.

Lacher sind hier vorprogrammiert.

Mir ist allerdings das Grinsen gefroren, als ich mich fragte:

„Zu welcher dieser Gruppen gehöre ich, wenn ich dieses Buch hier bis zur letzten Seite lese?“ – Am Ende dieser Buchbesprechung werde ich dringend eine Antwort hierauf geben.

 

Welzers Hirn leidet an Verschleiss.

Greenbrain

 

Vorher muss ich genauer unter die Lupe nehmen, was Welzer im Weiteren über das Denken und seine Möglichkeiten schreibt.

Doch bevor jemand in diesem Zusammenhang auf falsche Gedanken kommt:

Welzers Ansatz hat mit empirisch-wissenschaftlicher Diskussion nichts gemein. Es geht ihm nicht darum – wie dies etwa bei Kahneman der Fall ist – experimentell belegte Hypothesen über das Denken zu diskutieren und daraus nützliche Denktechniken zu entwickeln. Stattdessen konfrontiert der Autor von „Selbst Denken“ seine Leser mit persönlich gefärbten Vorstellungen zu den Denk-Kompetenzen menschlicher Wesen.

Dazu ein weiterer O-Ton – diesmal von Seite 248, wo Welzer darüber grübelt, warum er sich selbst im Alter von 15 ernster genommen hat als heute im Alter von 55 – also 40 Jahre später:

„Das hat unter anderem damit zu tun, dass die Pubertät auf der Ebene der Gehirnentwicklung eine der vitalsten und reichsten Phasen darstellt: Niemals vorher und hinterher hat man ein schärferes Sensorium für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, für Wahrhaftigkeit und Lüge, für Klugheit und Dummheit. Dieses scharfe Unterscheidungsvermögen schleift sich ab, je mehr man zu wissen und zu verstehen glaubt, und im Ergebnis fühlt man sich plötzlich mit exakt dem einverstanden, was man damals richtigerweise für falsch hielt und gegen das man anzugehen bereit war.“

Man, man, man und nochmals man – dass Welzer sich angesichts einer seit Jahrzehnten äußerst befundreichen neurowissenschaftlichen Forschung traut, solche eigentümlichen Vorstellungen als ausgemachte Erkenntnisse darzustellen!

Demgegenüber können wir als wissenschaftlich belegte Tatsachen annehmen, dass sich unsere Hirne dadurch auszeichnen, dass sie „plastische“ neuronale Systeme sind – Verbindungen darin sind grundlegend flexibel und zwar lebenslang.

Anders als von Welzer behauptet, setzt das Erkennen und Beurteilen von faktischen und moralischen Tatbeständen ständiges Lernen – ständiges Neuverknüpfen von neuronalen Verbindungen im Hirn – voraus. Es ist also absurd, anzunehmen, dass Personen als Pubertierende treffend urteilen könnten und diese Kompetenz mit zunehmendem Alter durch eine Art „Hirnverschleiß“ verlören.

 

Welzer denkt auf höheren Ebenen.

Higher

 

Lohnt sich nach dieser Einsicht, noch weiter in das vorliegende Buch einzusteigen?

Machen wir einfach weiter: Jedem Denk- und Bewusstseinsprozess liegt ein paralleler Prozess im neuronalen System des menschlichen Hirns zugrunde – die Basis vom „Selbst Denken“ sind also Hirnprozesse. Mit Blick auf das vorliegende Buch muss ich feststellen, dass diese materiellen Grundlagen unseres Denkens den Autoren Harald Welzer nicht interessieren.

Dennoch – vielleicht ist an seinen Überlegungen dennoch etwas dran – möglicherweise etwas Höheres, Bedeutenderes als neurophysiologische Mechanismen, das den Leser interessieren könnte.

Gehen wir mit der Lektüre systematisch weiter:

Was ist überhaupt der Plot in Welzers Buch?

Der ist schnell umrissen:

Sein „Selbst Denken“ gliedert sich in zwei Hauptteile – Teil 1 geht von Seite 1 bis Seite 133, Teil 2 von Seite 133 bis Seite 293.

Teil 1 widmet sich der „Beschimpfung“ der Leser, Teil 2 wird deshalb eingeleitet mit den Worten „Das ist der Augenblick, an dem ich aufhören muss, Sie zu beschimpfen.“ – es beginnt die Phase der „moralischen Unterweisung“.

Worauf zielt der Autor ab?

Welzer setzt bei seiner Beschimpfungs- und Moral-Mission bei dem Faktum an, dass unsere Welt keine weiteren CO2-Emissionen mehr absorbieren kann und dass deshalb die Menschheit dringend auf weiteres expansives Wirtschaftswachstum verzichten muss. Wie Welzer es ausdrückt, es ist dringend von einer expansiven auf eine reduktive Kultur umzustellen, „vom Wachstum zur Kultivierung, vom Aufbau zum Ausbau“.

Teil 1 dient Welzer dazu, den Lesern im Detail ihre Verantwortung für die Schädigung der Umwelt sowie ihre Rolle für die möglichst effektive zukünftige Reduktion der Treibhausgasemission vor Augen zu führen.

Teil 2 dient dem Autoren dazu zu zeigen, wie die Leser durch die Schaffung eines moralischen Bewusstseins, durch „moralische Phantasie“ und durch das Nutzen von „moralischen Streckübungen“ dahin zu kommen, Wege zur CO2-Reduktion individuell zu ermitteln und zu beschreiten. Welzer möchte uns Leser ethisch verpflichten, uns ständig Gedanken darüber zu machen, ob wir nicht gerade wieder direkt oder indirekt die Luft „versauen“. Wir sollen uns in unserem Denken die Kultur der Umweltschonung als laufende Verpflichtung auferlegen und uns grundlegend emissionsverhindernd verhalten.

 

Welzer trinkt nicht gerne „Kraneberger“.

GlasWasser

 

Das hört sich recht ehrenwert und vernünftig an. – Doch funktioniert diese Pflicht-Ethik?

Wir brauchen Welzer lediglich anhand eines seiner eigenen Beispiele „beim Wort zu nehmen“, um diese Frage zu beantworten:

Einer seiner Umwelt-Pflicht-Vordenker ist der Unternehmer Peter Kowalsky, der eine besondere Limonade, die „Bionade“ auf den Markt gebracht hatte:

„Peter Kowalsky begann, Nachhaltigkeit offensiv zu thematisieren, und es gibt kaum einen Preis mit »öko« oder »bio« im Namen, der ihm im Laufe der vergangenen Jahre nicht verliehen wurde.“ (S. 266)

Für Welzer ist das Beispiel einer Limonade also ein wichtiges Lehrstück für seine pflicht-ethische Diskussion. Dass der Autor sein eigenes Pflicht-Ethik-Konzept damit ad absurdum führt, ist offensichtlich. – Oder?

Falls doch nicht und damit ich jetzt endlich selbst denke, liste ich auf, warum das so ist:

Wenn es zukünftig darum geht, konsequent auf unnötige CO2-Emissionen zu verzichten, haben wir unser bisheriges Konsumverhalten radikal zu verändern. Statt mit dem Auto zum Supermarkt zu fahren, um kistenweise in Flaschen gezogenes Getränk zu kaufen, bleiben wir zu Hause und bedienen uns aus dem Wasserkran.

Was da heraus kommt, hat manches Mal eine höhere Qualität, als das, was in Super- und Getränkemärkten an industriell aufbereitetem H2O angeboten wird. Wenn wir dieses Industrie-H2O nicht kaufen, industriell gefertigte Erfrischungsgetränke immer weniger nachgefragt und produziert werden, entfallen CO2-Emissionen im Rahmen von Logistik, Verpackungsherstellung, Lagerung, Betreibung eines Pfand-Glasflaschen-Systems, Produktion und Recycling von Pfand-Kunststoffflaschen sowie von Kunststoff-Einwegflaschen usw. Natürlich werden dadurch noch viele weitere Ressourcen eingespart.

Jemand, der eine „Bio-Limonade“ auf den Markt bringt, setzt den falschen Impuls. Denn er bringt insbesondere Konsumenten, die an biologisch-sensibler Produktion von Nahrungsmitteln und an ökologischer Nachhaltigkeit interessiert sind, dazu, etwas zu konsumieren, das ihrem eigentlichen Interesse an der Schonung der Umwelt widerspricht – sie trinken H2O mit Geschmack und Zucker, das im Vergleich zu Kranwasser über eine erbärmliche Ökobilanz verfügt.

 

Pflichtethiken taugen nicht zur Gestaltung einer besseren Zukunft.

Was folgt aus diesem Beispiel: Pflichtethiken wie die von Harald Welzer haben grundlegende Schwächen.

Eine davon haben wir uns gerade angesehen: Sie klären nicht deutlich genug, was richtig ist und wie wir uns in konkreten Situationen korrekt zu verhalten haben.

Diese Ethiken bewerten vor allem die Gesinnung von Menschen – loben wie gesehen gedankenlos umweltbelastende Konsumprodukt-Ideen -, bewerten deren Ethos nicht danach, welche Konsequenzen ihr Handeln hat.

Welzer scheut sich nicht, sein Ignorieren von Handlungskonsequenzen deutlich einzugestehen. Entsprechend formuliert er die Regel 10 auf der letzten Seite seines Buch (S. 293) zur Gewissenentlastung der Leser: „Sie haben keine Verantwortung für die Welt.“

Denn das Einüben der richtigen Gesinnung, die moralische „Streckung“, das ist es, worum es in „Selbst denken“ geht – nicht darum, systematisch darüber zu reflektieren, wie es uns gelingen kann, konkret an der „Formel“ für Klimagas (CO2 = P . GDP . gini . (1 – ς) . TMR)* zu arbeiten, um CO2-Emissionen tatsächlich einzuschränken.

Fazit: Die moralische Mission des Buchs ist gescheitert.

 

Welzers Leser sind „viertel-doof“.

Nun komme ich noch einmal zurück auf die Frage, die ich zu Beginn gestellt habe, und damit auf Welzers „Doofen-Theorem“.

Nachdem ich Harald Welzers Buch von vorne bis hinten gelesen habe – für wen muss ich mich jetzt eigentlich halten?

Für einen der 20% Nicht-Doofen, einen der 40% Halb-Doofen oder einen 40% Ganz-Doofen meiner sozialen Schicht?

Nach kurzer Überlegung habe ich folgende Antwort:

Gehörte ich zu den Nicht-Doofen, hätte ich vor der Lektüre geblättert, hätte die letzte Seite gelesen und wäre auf die Regel 10 gestoßen (Sie haben keine Verantwortung für die Welt.). Ich hätte gedacht, wenn nach 293 Seiten egal ist, was ich tue, und ich keine Verantwortung übernehmen brauche, ist mir auch das Buch egal. Ich hätte es zur Seite gelegt und nicht weiter beachtet.

Gehörte ich zu den Ganz-Doofen, würde ein Titel wie „Selbst-Denken“ mich wahrscheinlich weder begeistern oder zum Lesen motivieren. Hörte sich zu sehr nach Anstrengung und angesichts beschränkter Kompetenz nach höchst ungewissem Erfolg an.

Ich gehöre also am ehesten in die Gruppe der Halb-Doofen. Das versetzt meinem Selbstwertgefühl einen gewissen Stich. Lieber hätte ich zu den oberen 20 % gehört. Mist!

Doch zwei Dinge trösten mich:

1. Meine Halb-Doofen-Gruppe ist groß. Geteilte Doofheit ist vielleicht halbe Doofheit. Da wir von Anfang an ja nur halb-doof sind, können wir uns gemeinsam zur Viertel-Doofheit aufschwingen.

2. Und wenn ich alt bin und meine Geistesstärke noch weiter abnimmt, falle ich nicht direkt aus dem System. Ich kann in die untere Liga absteigen und da einen glücklichen, unbedarften Lebensabend verbringen.

 

Details zum Buch:

Harald Welzer; Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand; März 2013; 336 Seiten, ISBN-13: 978-3100894359

 

*: Erläuterung:

Provisorische Formel für das Volumen der CO2-Emissionen nach Bunge/Wilkinson:

CO2 = P . GDP . gini . (1 – ς) . TMR

Folgende Faktoren bestimmen demnach den Ausstoß von Klimagas:

P = Population – Größe der Bevölkerung

GDP = Gross domestic product – Produkte und Dienstleistungen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums hergestellt werden – Indikator des Lebensstandards einer Bevölkerung

gini = Der Gini-Koeffizient – statistisches Maß für die Einkommens-Ungleichverteilung in einer Bevölkerung

ς = Spar-Rate s (savings rate) – Indikator für die Verbrauchs-Gewohnheiten einer Bevölkerung, insbesondere deren Tendenz durch sorgsamen Umgang mit Energie, dem Meiden des Einkaufs von Wegwerfartikeln, dem Meiden des Betriebs ressourcenverschwendender Vehikel (z.B. von SUVs) usw. zu sparen

TMR = Technologische Ineffizienz-Rate (total material requirement) – ein Indikator dafür wieweit beispielsweise erneuerbare Energien eingesetzt werden, um den Verbrauch fossiler Energien zu drosseln

Nun können wir bei der Arbeit an praktischen Fragen tatsächlich mit dem Selberdenken beginnen:

Wie erreichen wir

  • eine Drosselung des Wachstums der Bevölkerung?
  • parallel eine Drosselung des Konsums und Herabsetzung für das Überleben nicht notwendiger Lebensstandards?
  • die Drosselung der für die einzelnen Gesellschaften enorm hohen Kosten ökonomischer Ungleichheit in ihren Bevölkerungen?
  • die Erhöhung der laufenden Einsparung von Energie und Ressourcen?
  • und die Verringerung der technologischen Ineffizienz?

Literatur:

Bunge, Mario; „Climate an Logic“, in: Mario Bunge, Evaluating Philosophies; Dortrecht, Heidelberg, New York, London; 2012 (S. 57 – 59)

Wilkinson, Richard; Kate Pickett, The Spirit Level. Why More Equal Societies Almost Do Better; London 2009

Gastbeitrag von Heinz W. Droste

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Wie Tiere unsere Seele berühren

Beschreibung

Der Familienhund betrachtet das Sofa als seinen hauseigenen Thron. Die Katze verschmäht zwar den Kratzbaum, schärft ihre Krallen aber gern an der Tapete, und der süße Welpe entdeckt schon früh sein Faible für Hosenbeine. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Die Autorin hat zahlreiche klassische Fälle aus ihrer Praxis gesammelt, die vielen Tierhaltern Kopfschmerzen bereiten. Indem sie neben ihren Erläuterungen auch die Tiere selbst zu Wort kommen lässt, beantwortet sie mühelos Fragen wie: Wie – und vor allem was – nehmen Tiere wahr? Wie gehen sie damit um, und wie können wir Menschen unsere Tiere entlasten? Denn häufig spiegeln Tiere ihre Menschen, um ihnen wichtige Lernhilfen aufzuzeigen.

Birgit Rusche-Hecker arbeitet in ihrer Praxis energetisch und therapeutisch mit Menschen und Tieren und ist durch das Fernsehen als Tierkommunikatorin bekannt. Sie geht in diesem Buch auch auf ernstere Problemstellungen ein und zeigt in oft bemerkenswerten Dialogen, wie selbst kranken oder traumatisierten Tieren geholfen werden kann … wenn man ihre Botschaften verstehen lernt.

Meine Meinung:

In dem Buch beschreibt Frau Rusche-Hecker, wie sie Kontakt zu Tieren aufnimmt, um mit ihnen „zu reden“. Sehr außergewöhnlich, sehr interessant.

Selbst für Menschen, die nicht an energetische Arbeit glauben oder sich vorstellen können, dass es funktioniert, ist das Buch empfehlenswert.

Frau Rusche-Hecker lässt uns durch Antworten, die sie von den Tieren bekommt, manches durch eine andere Brille sehen, sie zeigt krass eine andere Blickrichtung,
dass wir davon lernen können.

Die Dialoge sind teilweise echt humorvoll.

Frau Rusche-Hecker schreibt in ihrem Vorwort: „Ich lade Sie nun ein, Dimensionen der Mensch-Tier-Beziehung kennenzulernen, die Sie so wahrscheinlich nicht für möglich gehalten hätten.“ – Dieser Anmerkung kann ich nur zustimmen. Unsere beiden weiblichen Mitbewohner – #Katzen – habe ich gleich mit anderen Augen angesehen.

Noch etwas möchte ich aus dem Buch zitieren: „Tiere besitzen eine Kraft, die es ihnen ermöglicht, Menschen auf ganz besondere Weise zu berühren.“ Diesem Satz kann wohl jeder zustimmen, der sich näher mit Tieren beschäftigt.

Fazit: Das Buch regt zum Nachdenken an, es ist wundervoll geschrieben, es eröffnet Horizonte und neue Wege. Hilft, manches besser zu verstehen.

Sehr empfehlenswert!

Autor: Birgit Rusche-Hecker
Wie Tiere unsere Seele berühren
Das Verhalten von Tieren verstehen
160 Seiten, broschiert
Verlag “Die Silberschnur” GmbH
ISBN/Art.-Nr. 978-3-89845-359-2

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Wenn Tiere ihre Menschen spiegeln

Wenn Tiere ihre Menschen spiegeln
oder – wie Haustiere unsere Probleme übernehmen.

Beschreibung von Amazon:

Rolf Kamphausen arbeitet als Tierarzt in einer Praxis mit Gisa Genneper, die über die Fähigkeit verfügt, sich innerlich mit dem Wesen ihrer vier-, aber auch ihrer zweibeinigen Patienten zu verbinden. Anfänglich sind sie verblüfft über eine scheinbar seltsame Parallelität zwischen den Krankheiten von Tieren und ihren Besitzern, bis sie eines Tages die Gesetzmäßigkeit erkennen, dass Tiere ihre Herrchen und Frauchen spiegeln! Nachdem sie den Schlüssel zum Verständnis der geheimnisvollen Verbindung zwischen Mensch und Tier gefunden haben, erschließen sich ihnen Schritt für Schritt die Spiegelgesetze im Krankheitsverhalten der beiden. Sie entdecken die Geheimnisse der »Organsprache« und vermögen so den Tierhaltern eigene Problemfelder aufzuzeigen, die diesen noch nicht einmal aufgefallen waren. Ein weiterer Meilenstein zum Verständnis des Tierreiches und seiner schicksalhaften Verbindung mit der Welt der Menschen!

Meine Meinung:

In dem Buch wird beschrieben, dass Haustiere eine schwere Aufgabe übernehmen. Sie stellen sich uns als Symptomträger zur Verfügung.
Sie stellen ihren Rücken zur Verfügung, um unsere Konflikte auszutragen.

Der ewig hektische, unzufriedene oder vom Leidensdruck geplagte Tierhalter, überträgt diese Last auf seine tierischen Mitbewohner.

Gisa Genneper und Rolf Kamphausen führen leicht verständlich auf,
wie eine zum Positiven orientierte veränderte Verhaltensweise der Tierhalter, die Gesundheit der Tiere beeinflussen kann.

Erklärt wird die Resonanzübertragung und die Eigenfrequenz der Tiere.
Sehr interessant fand ich ebenfalls die Beschreibung der Bedeutung der Symbiose in der Haustier-Mensch-Beziehung.

Etwas schockiert war ich darüber zu lesen, wie sehr Haustiere oder Tiere in unserer näheren Umgebung leiden, wenn wir Menschen unsere Persönlichkeit – unser Leben – nicht im Griff haben.

»Wenn Tiere ihre Menschen Spiegeln« ist ein empfehlenswertes Buch für Menschen, die sich näher mit der Tierseele und dem gefühlvollen Miteinander informieren möchten.

Auch für Menschen, die sich eher auf wissenschaftlich fundierte Grundlagen stützen möchten, ist dieses Buch ganz bestimmt interessant.

Mich hat dieses Buch betroffen gemacht und mich zum Nachdenken angeregt.

Broschiert: 144 Seiten
Verlag: Aquamarin Verlag (10. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 389427557X
ISBN-13: 978-3894275570

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Hunde würden länger leben, wenn …

Kurzbeschreibung von Amazon

Ca. 8,2 Millionen Katzen und 5,4 Millionen Hunde leben derzeit in deutschen Haushalten. Nahezu all diese Vierbeiner werden regelmäßig mit sinnlosen Impfungen, chemischen Medikamentenkeulen und abstrusen Diätfuttermitteln traktiert und so regelrecht krank therapiert. Dieses Enthüllungsbuch zeigt die Missstände in unseren Tierarztpraxen und deckt die Verflechtungen zwischen Tierarzt- Geschäft und der Futtermittelindustrie auf. Die Tierärztin Jutta Ziegler informiert anhand von praktischen Fallbeispielen, wie unsere Hunde und Katzen eben nicht behandelt und ernährt werden sollten. Der verantwortungsbewusste Tierbesitzer erhält in diesem Buch Tipps und Ratschläge, wie er sein Tier und sich selbst vor korrupten und gewissenlosen Tierärzten schützen kann, die die Gesundheit der ihnen anvertrauten Tiere zugunsten ihrer eigenen Brieftasche in verantwortungsloser Weise aufs Spiel setzen. Dieses Buch sollte für jeden Tierhalter, dem das Wohl seines Tieres am Herzen liegt, Pflichtlektüre sein!

Meine Meinung:

Ein mutiges Buch, wenn ich bedenke, dass Frau Dr. Ziegler ihre Kollegen so offen und ehrlich angreift. Ich war skeptisch, als ich anfing zu lesen und in gewisser Weise bin ich es noch. Trotzdem, kann ich diese Lektüre wärmstens empfehlen, denn es tut gut, einen Gegenpol zu dem ganzen »Angst-Mache-Sydrom« zu haben.

Es geht um Ernährung. Wir füttern unsere Tiere krank. Tiere bekommen Allergien von Futterinhaltsstoffen, für die ihr Verdauungssystem nicht ausgelegt ist; die sie auch nicht brauchen. Es kommen Fragen auf, warum reine Wohnungskatzen gegen alles Mögliche geimpft sein müssen. Ist all die kostenintensive Apparatemedizin nötig oder müssen die angeschafften Geräte ausgelastet werden?

Für mich wurde vieles erklärt, was ich bisher noch nicht wusste.

Mich verunsichert immer noch, das die Meinungen ist (fast allem) so weit auseinandergehen. Trotzdem fühle ich mich nun besser, da ich mehr Input habe, um mir selbst eine Meinung zu bilden. Bei manchen Erklärungen kam ich mir echt so was von blauäugig vor.

Wie sehr schaden wir den uns anvertrauten Tieren und meinen es auch noch gut dabei …

Traurig ist das.

Das Buch »Hunde würden länger leben, wenn…« (es gilt auch für Katzen) ist einfach uns verständlich geschrieben. Es werden einige Fälle, die gut nachvollziehbar sind, aus der Praxis vorgestellt.

8 von 10 Punkten für dieses schöne informative Buch

Autor: Dr. med.vet. Jutta Ziegler
Veröffentlicht: März 2011
mvgverlag

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Katzen würden Mäuse kaufen

Kurzbeschreibung von Amazon

Glaubt man der Werbung, ist für unsere Tiere das Beste gerade gut genug. Doch die Realität sieht anders aus: Mit Aromen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und dem ganzen Arsenal der Kunstnahrungshexenküche wird ein „leckeres“ Menü für Waldi, Minka und Co. zubereitet. Neben Abfällen, Krallen und Klauen landen auch Klärschlamm, Bakterien und Pilze im Fressnapf unserer Lieblinge. Die Tiere leiden und werden krank. Und nicht nur sie, sondern durch den Verzehr von Nutztieren auch der Mensch. Schockierende Fakten, brillant recherchiert – Werbung und Wahrheit bei der Tierfutterproduktion.

Meine Meinung:

Gestern nahm ich an einem »Katzenstammtisch« teil und eine der Frauen gab mir dieses Buch an die Hand. Ich gebe zu, ich habe es selbst schon im Internet entdeckt, war aber von der provokanten Aufmachung abgeschreckt.
Nun ja, mit der Empfehlung, »das musst Du unbedingt lesen«, habe ich heute Morgen damit angefangen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Hans-Ulrich Grimm deckt Tatsachen auf, die schlimmer kaum sein können. Es geht in dem Buch nicht nur um Tiernahrung – obwohl diese Schilderungen schockierender waren, als die Thriller, die ich teilweise höre. Es geht überhaupt um Nahrung und deren Zusatzstoffe. Tierhaltung, Tierbehandlung – was wir alles auf den Tisch bekommen.

Ich komme noch mal auf die Tiernahrung zurück. Es ist unglaublich, welche »Ingredienzen« verwendet werden und optisch aufgehübscht in Tütchen und Dosen wandern. Ich mache mir nun als Katzenhalterin Gedanken. Was füttere ich diesen Tieren? Ebenso, was esse ich alles?!

Es gibt eine regelrechte Mafia für diesen Bereich. Professoren für Veterinärmedizin werden von Konzernen gesponsert. Ebenso finden regelmäßig Maßnahmen statt, das Thema Tiernahrung und seine Bestandteile schön zu reden.

Ich möchte die Empfehlung, »das musst Du unbedingt lesen«, an Tierliebhaber weiter geben.

Der Schreibstil von Herrn Grimm ist kurz und knackig. Er hält sich weder mit Floskeln noch mit Unverständlichem auf.

Falls euch meine Rezension nicht detailliert genug ist, findet ihr sehr ausführliche bei Amazon.

Ich vergebe für dieses Buch 10 von 10 Punkten

Autor: Hans-Ulrich Grimm

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (2. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453600975
ISBN-13: 978-3453600973

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Das Pinguin-Prinzip

Das Pinguin-Prinzip: Wie Veränderung zum Erfolg führt von John Kotter

Beschreibung von Amazon

Kurzbeschreibung

Die Bedingungen unseres Lebens ändern sich und damit müssen wir umgehen. Aber wie? Diese herzerfrischende Parabel vermittelt Strategien für erfolgreiches Handeln im Berufs- und Alltagsleben: Der neugierige Pinguin Fred und seine Mitstreiter machen uns vor, wie wir schwierige Situationen bewältigen können, gemeinsam den Mut zu Neuen entwickeln und auf unkonventionellen Wegen unser Ziel erreichen.

Über den Autor

John P. Kotter, herausragende Kapazität auf dem Gebiet der Unternehmensführung, hat als Professor für Unternehmensführung den Konosuke-Matsushita-Lehrstuhl an der Harvard Business School inne. Er lebt in Cambridge, Massachusetts.Holger Rathgeber, geboren in Stuttgart, arbeitet in leitender Position im Personalwesen des medizinischen Technologiekonzerns Becton Dickinson. Zu Beginn seiner Laufbahn war er mehrere Jahre in Asien tätig. Mit seiner Familie ist er heute in White Plains, New York, zu Hause.

Über den Sprecher

Stephan Benson, Jahrgang 1964, spielte an renommierten Theatern wie dem Schauspielhaus Zürich und dem Thalia Theater Hamburg. Der facettenreiche Darsteller ist in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen (u.a. “Tatort”). Stephan Benson ist ein vielbeschäftigter Sprecher. Er lebt in Hamburg.

Meine Meinung

Süß! Super! Einfach! Genial!
Da wird mal eben auf 2 CDs vorgestellt, wie ein Projektplan erstellt und umgesetzt wird – außerdem gibt es noch eine riesige Portion Motivationstraining.
Sicher, sicher – alles kurz & knapp. Einprägsam durch Bespiele, wie wir sie sicher alle schon in ähnlicher Form erlebt haben. Manipulation, Meinungsbildung, PR – alles auf kleinstem Raum schön dargestellt.

Erwartet nun nur keine Wunder von diesem kleinen Hörbuchwerk.
Aber, es ist es wert angehört zu werden; entweder um das Interesse für ein oder mehrere Themen zu wecken – oder – ein paar Ideen für den Alltag zu bekommen.

Ich fühle mich nun auf sehr bildhafte Weise “gebildet”.

Eine kleine Anmerkung noch: Der Anfang des Hörbuches ist recht trocken – aber, nicht locker lassen.

Ich vergebe 4 von 5 Punkten – der Sprecher ist auch gut.

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Der träumende Delphin

Der träumende Delphin

Eine magische Reise zu Dir selbst

von Sergio Bambaren

Beschreibung von Audible

Was du tust ist wichtig, wichtiger aber ist, wovon du träumst – und dass du an deine Träume glaubst, ihnen nachgehst und lernst du selbst zu sein. Dies ist es, was wir vom träumenden Delphin lernen können.

der Link zu Audible: http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&productID=BK_STEI_000056DE

Meine Meinung:

Ein wunderschönes Hörbuch!
Delphine sind für den Menschen sympathische Lebewesen und von daher hat der Autor eine sehr gute Wahl für seine Übertragung auf den Hörer und Leser getroffen. Daniel Alexander Delphin ist der Hauptakteur dieser feinen Lesung und er nimmt uns mit, auf seine Reise. Daniel Alexander Delphin sucht seinen Traum. Er möchte sich abheben von dem Einerlei seines Schwarms. Er möchte etwas erleben, er möchte etwas erfahren. Somit ist er ein Sinnbild von uns selbst. Auch wir möchten etwas erleben, etwas erfahren – ein aufregendes erfülltes Leben führen. Wie viel hält uns dann doch davon ab…. Wer nur im Strom schwimmt, geht darin unter. Wer gegen den Strom schwimmt, wird von anderen in der Gruppe schnell als Sonderling gemieden. Daniel der Delphin macht ähnliche Erfahrungen und Sergio Bambaren versteht es sehr feinsinng, uns Mut zu machen für unsere eigene Reise, auf der Suche nach unseren eigenen Träumen.

Das Hörbuch wird von Markus Hoffmann sehr schön vorgetragen.

Spieldauer: 1 h 19 min

Ich vergebe 4 von 5 Punkten

 

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